2016-03-26

Tag/Day 2.2 auf der/on BRITANNIA in Le Havre, France statt/instead of Zeebrugge, Belgium

ENGLISH TRANSLATION IN PROGRESS. Feel free to use Google Translator until availability. (Sorry: slide-shows only works well on tablets and or desktops.)

Bienvenue au Havre. Ein Ort, an dem ich heute gar nicht sein möchte. 400 km von Zeebrugge entfernt. Dort hätte heute meine große Feier stattfinden sollen. Wir konnten es meiner Familie nicht zumuten, dass wir uns nochmals 200 km weiter in der Mitte in Calais/Dünkirchen treffen.







Zunächst geht es zum Frühstück ins Peninsular Restaurant. Eigentlich alles auf der Karte. Es gibt täglich wechselnde Spezialitäten. Toast wird im Ständer auf den Tisch geknallt. Es wird nicht gefragt, welches Brot man möchte. Es gibt nur Obstsalat. Der Smoothie schmeckt mir zu ungesund (sprich viel zu süß). Eine Chance eine 2. Tasse Tee zu bekommen, besteht nicht. Zur chinesichen Tradition gehört Nudelsuppe. Möglichst lange als Symbol für ein möglichst langes Leben. Man merkt allerdings, dass das Schiff crewseitig her indisch dominiert ist. Daher keine Nudeltradition. Mir wünscht man ein kurzes Leben. Ich nehme es mal nicht persönlich, sondern gehe davon aus, dass ich an Bord von P&O unerwünscht bin und man meine Zeit an Bord möglichst kurz halten möchte. In sofern teilen wir den Wunsch. Vielleicht sollte ich besser von Bord gehen und von Le Havre mit dem TGV und Thalys nach Deutschland zurückfahren und lieber abends an Land essen.

Am Kai entstehen ein paar Aufnahmen von der BRITANNIA. So wie ein britisches Schlachtschiff oder besonders national wirkt es nicht. Ist auch nur Farbe.







Am Kreuzfahrtterminal selbst merkt man, dass der Anlauf zu spontan gekommen ist. Viele Läden sind geschlossen, weil man wohl so kurzfristig nicht das normale Angebot im Kreuzfahrtterminal anbieten kann. Für 25,00 EUR pro Person kommt man im Sammeltaxi nach Honfleur.

Wir laufen ein wenig durch Le Havre. Wir waren ja schon öfters hier. Die großen Autovermietungen sind immer noch da, wo sie vorher schon immer waren. Und für den tollen Fischmarkt kommen wir schon zu spät. Es gibt nur noch ein paar Jakobsmuscheln.





 border=0

Wir setzen uns kurz ins Café Crêpe. Schöne Auswahl.

Bruno ist nicht so begeistert vom Kaffee. Aber das weiß man ja eigentlich seit "La Cage aux Folles", dass die Franzosen keinen Kaffee kochen können und selbst bei Air France gibt es bloß Nescafé.

 border=0



 border=0

Irgendwie ist mir der flambierte Crêpe (den Begriff Crêpe Suzette kennt keiner) ein wenig zu dick geraten. Ich kenne sie sehr viel dünner. Mir war es zuviel.

So verbringen wir meinen Geburtstag hier, statt in Blankenberge bei tollen Meeresfrüchten.

 border=0



 border=0

Wir beschließen zu Fuß zurückzugehen. Wir kommen am Fährterminal vorbei auf der Suche nach einer Wechselstube, aber hier gibt es auch nichts.

Es liegt auf dem halben Weg zwischen dem Kreuzfahrtterminal und dem Bahnhof.

 border=0



 border=0

Von hier fährt ein Bus direkt zum Bahnhof.

Vielleicht nicht so ganz uninteressant, wenn man mit der Bahn nach Paris oder Rouen möchte.

 border=0





Es geht zurück an Bord zum Mittagessen. Meine erneute Anfrage, nach einem größeren Tisch wird wieder abgelehnt: entweder teilen oder kleinen Tisch. Irgendwie kann ich bei den Briten mit gebundenen Suppen nichts anfangen. Dafür freue ich mich über das Shepherd's Pie. Bei Brunos Curry habe ich eigentlich in Erinnerung, dass sie später mit den typischen Chutneys und anderen Saucen extra noch kamen. Aber das gibt es nicht mehr. Auf einen Kaffee hier verzichten wir.

Wir gehen lieber an die Kaffeebar. Man wird am Tisch bedient, falls die Kellner nicht immer vorbeilaufen.

 border=0



 border=0

Hier gibt es kostenlos ein paar Kleinigkeiten zum Kaffee.

Bruno schmeckt es hier und ich freue mich über mein Kaffeekaltgetränk.

 border=0



 border=0

Raphael ist der erste Kellner, der mich namentlich anspricht, worüber ich mich sehr freue. Ich fühle mich endlich irgendwie doch willkommen, weil ich es so von den anderen Gesellschaften her gewohnt bin, dass ich nur selten Sir, sondern Mr. Tien oder Mr. Yao bin.

Wir gehen etwas einkaufen. Ich gönne mir ein T-Shirt von P&O.

 border=0



 border=0

"Lemon Tree" von Fools Garden... Hierzu lernen sie gerade dazu zu tanken. Schnell muss ich weiter.

Es steht ja erst seit vier Tagen fest, dass ich meinen Geburtstag anders gestalten muss, als geplant. Das war schon mal passiert. 2012 auf der ZAANDAM, als Nha Trang nicht angelaufen wurde, hatte man sofort an Bord alles gemacht, um mich glücklich zu machen. Der Pinnacle Grill war ausgebucht. Damals hieß es: "Er ist zwar ausgebucht, aber wir werden alles tun, um Ihnen einen schönen Geburtstag zu bereiten und selbstverständlich bekommen Sie einen Tisch bei uns!". Aber nicht so an Bord der BRITANNIA. Ich hatte nachgefragt, ob wir einen Tisch für die bezahlte Tea-Time haben könnten. Es hieß "Nein". Alles ausgebucht. Ich hatte meine Situation geschildert. "Nein - wir können nichts für Sie tun". Ich frage nach, ob es einen Supervisor gibt. Aber sie wäre jetzt in ihrer Pause und ich sie erst sprechen, wenn die Tea-Time beginnt. Ich frage an der Rezeption nach: "Nein". Ich frage nach, ob ich den F&B-Manger sprechen dürfte: "Nein". Und als ich nach dem Hoteldirektor frage, wird mir mitgeteilt, dass ich das Protokoll einhalten müsste. Ich wollte ja nicht die Queen sprechen. Also gehe ich zu Beginn der Tea-Time hin und einigem Hin und Her wird mir noch ein Tisch zugesagt. Der Service ist toll. Das Ambiente ist toll. Nur für 20,00 GBP pro Person hat mich das kullinarische Angebot sehr enttäuscht. Das soll ein Star-Patisseur hergestellt haben? Da kenne ich aber in Frankreich sehr viel bessere Patisserien.







Nun wird es Zeit mal unser Reisebüro vorzustellen. Da wir keine Kontakte mehr zu Reisebüros in Großbritannien haben, habe ich die Preise zwischen Deutschland und Großbritannien verglichen und keinen signifikanten Unterschied festgestellt. P&O wird in Deutschland über Inter Connect Marketing vertrieben. Bei der Buchung konnte man ein deutsches Reisebüro für die Abwicklung auswählen. Ich hatte mich für Sonnendeck Seereisen entschieden. Man kennt vermutlich die Eigentümer besser als Raoul Fiebig und Jens Walpert aus dem Kreuzfahrten-Treff-Forum. Für mich war die papierintensive Abwicklung etwas ungewohnt, da ich seit Jahren nur noch eDocs nutze. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht nur für die tolle Buchungsabwicklung bedanken, sondern auch noch für die Überraschung zu meinem Geburtstag. Alles Tien-Canapés. Vielen Dank nochmals.

Es ist formeller Abend. Irgendwie konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, einen neuen Smoking zu kaufen.

 border=0



 border=0

Es geht auch so.

Nochmals bitte ich um einen Tisch, der nicht so eng ist. Ich habe ja noch die Torte bestellt. Aber wieder nein: es gibt nur wieder den engen Tisch.

 border=0



 border=0

Ich komme mir vor, wie beim Kindergeburtstag bei McDonald's.

Das nächste Mal zahle ich garantiert die 6,00 GBP für das Geburtstags-Treatment nicht mehr. Bei anderen Gesellschaften übrigens meistens kostenlos.

 border=0



 border=0

Irgendwie komme ich mir fehl am Platz vor.

Das Gala-Essen kannte ich bereits vom Vortag. Man hatte mir bereits eine heutige Speisekarte für die Hauptrestaurants ausgehändigt, damit ich weiß, was mich heute erwartet und ggfls. ein Zuzahlrestaurant buchen könnte. Aber die Auswahl war ganz in Ordnung. Der Kuchen ist extrem süß und irgendwie auch staubtrocken, so dass ich gerne von einem Lungenfacharzt in das Bochumer Bergmannsheil eingewiesen werden wollte. Hier sind sie auf Staublungen spezialisiert.





 border=0

Aus Goslar kam auch ein Geburtstagsgruß. Hierüber habe ich mich sehr gefreut.

Und mit dem richtigen Motiv für mich.

 border=0

No comments:

Post a Comment